
Modehaus Bayer GmbH
Im Jahr 1926 begann Otto Bayer als Lehrling beim jüdischen Kaufmann Hermann Grünewald in dem Geschäftshaus in der Römerstraße 38. Nach Beendigung der Lehre blieb der junge Mann zunächst als Verkäufer, Buchhalter, Lagerist und Einkäufer in dem Kaufhaus, das neben Damen- und Herrenkonfektion auch Möbel, Nähmaschinen und Kinderwagen führte. 1933 machte er sich mit seinem Bruder August selbständig: Man erwarb das Geschäft B. Leopold neben dem damaligen Rathaus und verkaufte hier Kolonial- und Manufakturwaren, Herren- und Damenkonfektion sowie Möbel. 1936 bot Hermann Grünewald dem einstigen Mitarbeiter und Geschäftsfreund sein Kaufhaus zum Erwerb an, weil er nach Frankfurt umzog. Fortan gab es bei den Gebrüdern Bayer am heutigen Firmensitz in der Römerstraße 38 Lebensmittel, Kolonialwaren und Textilien.
Da während des Krieges die Inhaber nicht zur Verfügung standen, sprang Ottos Ehefrau Christine als gelernte Textilkauffrau ein und stellte das Angebot immer mehr auf Textilien um. 1952 trennten sich die Brüder einvernehmlich. Otto Bayer führte das Textilhaus fortan zusammen mit seiner Ehefrau und ab 1963 mit seinem Sohn Manfred weiter. Das Geschäft wurde erweitert durch Umbauten und Einbeziehung von Nachbargebäuden. 1977 übernahm Sohn Manfred mit seiner Ehefrau Angelika den Betrieb. Wieder gab es große Veränderungen bis zum heutigen Modehaus mit über 1200 qm Verkaufsfläche. 1983 und 1986 wurde das Angebot noch erweitert durch die Filialen „Oneway“ auf „Schülers Eck“ und „Subway“ ebenfalls in der Römerstraße.
Das Modehaus Bayer ist heute eine GmbH und wird mit den geschäftsführenden Gesellschaftern Manfred Bayer, seinem Sohn Alexander sowie Tochter Yvonne als Prokuristin geführt. Fünfzig teils langjährige Mitarbeiter sind in dem Familienunternehmen beschäftigt und es werden zurzeit sechs junge Fachkräfte ausgebildet.




